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...Hallo, mein Name ist
Stella...aufmerksame Ajucans haben bestimmt schon einmal
von mir gelesen...damals ging es mir noch nicht ganz so
gut, dass ich hätte selber schreiben können...aber nun!
Ich weiss bis heute nicht, wie
ich in das Tierheim kam...keine Ahnung, plötzlich war ich
da, alles war so laut, viele Pfoten um mich herum, Näschen
rochen an mir und ich war ganz schrecklich durcheinander.
Ihr müsst wissen, ich bin schon ziemlich alt, meine neue
Mama nennt mich auch "Omi" denn die Frau Doktor hat gesagt,
ich sei so um die 16 Jahre alt. Ich hatte damals wohl eine
schönes Leben, doch dann wurde ich blind, bekam Krebs und
dann weiss ich auch nicht mehr, dann war ich plötzlich im
Tierheim. Die Leute vermuten, ich muss wohl längere Zeit
herumgeirrt sein muss...
Als man mich im Tierheim aufnahm
war mein gesundheitlicher Zustand sehr schlimm...ich hatte
tagelang nicht getrunken und gegessen, war total erschöpft und
auch trotz der Versuche der Menschen dort, wollte ich so
recht nicht auf die kleinen Beinchen kommen. Dann kam ich
in eine Klinik, wo man mich eine Woche lang behielt, doch
dann musste ich wieder zurück zu all den vielen Hunden.
Ihr könnte mir glauben, das war für eine alte Omi wie mich
sehr sehr schlimm...die meiste Zeit verbrachte ich unter
einem Sofa wo ich mich in Sicherheit fühlte,...aber
eigentlich wollte ich nur noch sterben..die anderen alten
Hunde sprachen mir zwar Mut zu, aber ich war einfach zu
geschwächt...hatte keinen Lebensmut mehr...
Zum Glück nahm man mich dann
eines Tages und legte mich in eine Tasche...von diesem
Tage an sollte alles neu und schön wie nie zuvor werden!
Ich lebe jetzt nicht mehr auf
Mallorca, hier, in diesem Land, man nennt es Deutschland
ist es ganz schön kalt, aber man schenkte mir ja ein
kleines Mäntelchen, in dem ich mich sehr wohl fühle...und
frieren tue ich dann kaum noch draussen...
Die ersten Tage konnte ich
alles noch nicht so ganz wahrnehmen...ich war nur müde und
erschöpft und wusste ja nicht, was jetzt auf mich zukommen
würde..ich schlief beinahe eine Woche...aber ganz schön
schnell merkte ich, die Leute hier, die mögen mich...ganz
schön doll sogar...so doll, dass es mir dank denen besser
denn je geht! Jui! Das Leben macht Spass!!!
Meine Mama sagt immer, ich sei
ein ganz besonderer Hund...und würde ihr soviel geben..
und ihr zeigen, dass auch, wenn man denkt, es geht nicht
mehr, es doch weiter geht...und wenn man soviel Glück hat
wie ich, dann geht es sogar ganz schön prima!!!
Mittlerweile gehe ich für mein
Leben gerne spazieren, denn ich weiss, die Hand am anderen
Ende der Leine passt schon auf, dass ich nirgendwo
vorlaufe und überhaupt darf ich immer den Weg bestimmen (ich
muss ja hier die ganzen Fährten der anderen Hunde lesen
und neu markieren...jawohl! ich, Oma Stella markiere!!!)
na, und auf Schösschen schlafen mit dickem vollgefuttertem
Bäuchlein darf ich auch immer...also, was will ich mehr?!
So, jetzt will aber die Mama
noch was sagen...
Liebe Tierfreunde...Stella
ging es damals sehr schlecht und unsere Tierheimleitung
legte mir Stella sehr ans Herz...Stella war nicht wie die
anderen alten Hunde, die schon nach kurzer Zeit Ajcuan als
ihr Zuhause akzeptieren...Stella hatte sich offensichtlich
aufgegeben...leider ist Stella kein Einzelfall, einige
Hunde kommen mit der Situation im Tierheim nicht klar und
trotz der besten ärztlichen Versorgung sterben sie...an
Hoffnungslosigkeit...an Trauer...dies ist so traurig, denn
am Beispiel von meiner kleinen Stella wird mir nun
täglich vor Augen geführt, was Geborgenheit und eine dicke
Portion Liebe ausmachen kann...ich wünschte, ich könnte
all diesen Hunden helfen...aber leider geht es nicht...Stella
ist mein Stern und vielleicht finden Sie ja auch ihren
Stern in einem unserer Hunde...
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